DAS OHR AM PULS DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG

  

Bei der Entwicklung einer Personality-PR-Strategie besteht der erste Schritt darin, den Puls des eigenen aktuellen öffentlichen Images zu fühlen. Was macht Sie zu der Person, die Sie sind? Wer sind Sie wirklich? Wer sind Ihre Freunde? Wer sind Ihre Feinde? Um eine erste Antwort auf diese Fragen zu bekommen, reicht ein Blick in das Internet. Es ist ein Füllhorn an Informationen über jeden und alles.

 

Der Personality-Coach bekommt auf diese Weise ein Grundverständnis dafür, wie das aktuelle Image seines Klienten derzeit aussieht. Nur so bekommt er ein Gespür dafür, wie das Image aussehen könnte. Viele Klienten verwechseln  Personality-PR immer noch mit Marktschreierei und Übertreibung. Tatsächlich ist Authentizität ein fundamentaler Baustein jeder Personality-PR.

 

Grundvoraussetzung aller Personality-PR-Aktivitäten ist eine realistische Einschätzung des Kandidaten, wer er ist, was er getan hat und wie er derzeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Sicherlich kann man jeder negativen Information einen positiven Dreh geben. Aber irgendwann kommt jeder an den Punkt, wo er Farbe bekennen und eingestehen muss, dass es eine Vielzahl negativer Beiträge im Internet über ihn gibt und er sich die Frage stellt, was er dagegen tun kann.

 

Neben den Informationen aus dem Internet zur persönlichen Selbsteinschätzung kann auch die Meinung der Freunde herangezogen werden. Die Frage sollte dabei aber nicht lauten „Was  denkt ihr über mich?“. Aufschlussreicher ist es, seine Freunde zu bitten, die Vorzüge und Fähigkeiten, die man ihrer Meinung nach hat, aufzulisten, aber auch die Feinde zu identifizieren, die man hat. Es sollte quasi eine Bilanz erstellt werden, in der Aktiva und Passiva des Klienten gegenübergestellt werden.

 

Das Wissen über die eigenen Fehler, Fehltritte und Versäumnisse ist wichtig, denn nur so lässt sich einem sich abzeichnenden negativen Image durch aktive Personality-PR entgegenwirken. Wenn jemand von sich selbst sagt, dass er ein guter Mensch ist und auch seine Mutter sagt, dass er ein guter Mensch ist, ist das eine Sache. Ein ganz anderes Gewicht bekommt diese Aussage aber, wenn beispielsweise die FAZ sagt, dass er ein guter Mensch ist. Denn der FAZ glaubt hierzulande fast jeder. Da alle Medien ausgewogen berichten, so ist zumindest der eigene Anspruch, können sie die guten Seiten eines Menschen nicht verschweigen, ohne zu riskieren, als parteiisch und voreingenommen abgestempelt zu werden. 

 

Um über die Medien ein Image aufzubauen, ist es wichtig, zu wissen, welche Zielgruppen Sie über welche Medien ansprechen können, welche Trends  gerade aktuell sind und welche falschen Vorstellungen in der Gesellschaft über Ihre Person kursieren. Dazu muss man eine Menge Zeitungen und Zeitschriften lesen, Blogs und News-Feeds beobachten, TV-Programme ansehen, um letztendlich die Medien herauszufiltern, die für das eigene Anliegen zuträglich sind und die man tunlichst vermeiden sollte. Ein Interview im falschen Medium oder ein Auftritt in der falschen Talkshow kann fatale Folgen für das eigene Image in der Öffentlichkeit haben. Deshalb ist es so wichtig, die Medienlandschaft on- und offline kontinuierlich zu beobachten.

 

Und da Menschen dazu neigen, sich selbst nicht realistisch einzuschätzen, ist es besonders wichtig, jemanden zur Seite zu haben, der immer wieder korrigierend eingreift.

 

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